Kindergarten in Brenz

Vermutlich ist der Kindergarten hervorgegangen aus der Hufe VII.

Karl Bahlke hatte hier eine Gastwirtschaft mit Saal (oben), sowie eine Bäckerei und Konditorei, die von Fritz Güthe bewirtschaftet wurde. Die Witwe Karl Bahlkes, Betty Bahlke, vererbte das Gebäude an die Gemeinde unter der Verpflichtung, den geistig behinderten Sohn Wilhelm Bahlke in der Einrichtung Dobbertin betreuen zu lassen. Die Gemeinde Brenz baute 1974 das Gebäude zu einer Kindertagesstätte um, die noch heute besteht. Die Eröffnung fand am 07.10.1974 statt. Auch der Bürgermeister hat hier seinen Arbeitsplatz. Danach konnte der Kindergarten auf dem Anger, dicht hinter dem Friedhof, abgerissen werden. Die Krippe war vorher in Neu Brenz in der Schusterstr. 1. 2017 wurde das Gebäude abgerissen und ein Neubau für 42 Kinder errichtet. In der Übergangszeit befand sich der Kindergarten in der "Alten Schule". 

Erinnerungen zur Kindertagesstätte früher

Hilde Menz, geb. Buß (Jahrgang 1928) erzählte, dass sie schon im Kindergarten war. Er befand sich damals auf dem Schulgelände in einer alten, strohbedeckten Scheune. Die Möbel waren grün gestrichen. Die Kinder waren hier vormittags und nachmittags. Mittagessen gab es aber nicht. Dazu mussten die Kinder nach Hause gehen. Da Hilde in etwa einen Weg von 1,5 Km nach Hause hatte, hat sie sich oft den Weg gespart und ist mit anderen Kindern zu ihnen nach Hause gegangen. Dort hat sie dann auch Mittag bekommen. In Sorge kam dann ihr Vater zum Kindergarten, um nach ihr zu sehen. 

Hans-Heinrich Rumstich (Jahrgang 1938) erzählte, dass sein Kindergarten dicht hinter dem Friedhof auf dem Anger war. Ein Gebäude mit 2 Räumen, draußen ein eingezäunter Spielplatz. Dieser Kindergarten blieb bis zur Fertigstellung der neuen Kindertagesstätte in der Friedensstr. 18 in Betrieb. Anschließend wurde das Gebäude abgerissen. Vor der Nutzung als Kindergarten stand in diesem Gebäude der Wagen, mit dem die Särge zur Kirche gefahren wurden.